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Psychoedukation zu Depression, Angststoerungen, PTBS, Bipolarer Stoerung, Schizophrenie, ADHS und Borderline. Wissensvermittlung ohne Diagnose.
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# Psychoedukation > Wissensvermittlung ueber psychische Erkrankungen, Symptome und Behandlungsansaetze Siehe: [ETHICS.md](../ETHICS.md) --- ## Kontext Psychoedukation bezeichnet die systematische Wissensvermittlung ueber psychische Erkrankungen an Betroffene und Angehoerige. Ziel ist es, Verstaendnis fuer die Erkrankung zu foerdern, Selbstmanagement zu staerken und Stigmatisierung abzubauen. Evidenz: Psychoedukation ist als Baustein in allen Therapierichtlinien empfohlen (DGPPN, NICE, APA) und reduziert nachweislich Rueckfallraten (Xia et al. 2011, Cochrane Review). **Hinweis:** Dies ist Unterstuetzung, kein Ersatz fuer professionelle Therapie. **Niemals implementieren:** EMDR, Prolonged Exposure (PE), Narrative Exposure Therapy (NET) --- ## 1. Was ist Psychoedukation? ### Definition Strukturierte Vermittlung von Wissen ueber psychische Erkrankungen mit dem Ziel, Betroffene zu "Experten ihrer eigenen Erkrankung" zu machen. ### Ziele - Krankheitsverstaendnis: Was habe ich? Warum? - Fruehwarnsignale erkennen - Behandlungsmoeglichkeiten kennen - Selbstwirksamkeit foerdern - Stigma reduzieren - Adherence (Therapietreue) verbessern ### Evidenz - Rueckfallpraevention bei Schizophrenie: NNT = 9 (Xia et al. 2011) - Depression: Verbesserung der Therapietreue um 30-50% (Donker et al. 2009) - Angststoerungen: Psychoedukation allein bereits mild wirksam (Donker et al. 2009) --- ## 2. Krankheitsbilder im Ueberblick ### 2.1 Depression (Major Depression) **Was ist das?** Anh